Calcit

Calcit gehört als Ca(CO3) zu den Calciumcarbonaten (ebenso wie z.B. Aragonit und Vaterit).

Es ist ein häufig vorkommendes sehr weiches Mineral, das in der Natur in vielerlei Kristallformen auftritt.

In der Aquaristik wird es oft als Füllmaterial für Kalkreaktoren verwendet, da es sich unter sauren Bedingungen löst und in relativ reinem Zustand (bzw. mit nur sehr geringe Elementeinbindungen) für eine Korallengrundversorgung prädestiniert ist.

Je nach Herkunft und Entstehung, tritt Calcit in vielerlei Erscheinungsformen auf. Von pulverförmig, sandig, über körnig/oolithisch, stalaktitisch bis zum groben Gesteinsbruch hin, ist es in fast allen Regionen der Erde zu finden.

Von uns verwendetes Material sieht wie Gesteinsbruch aus und hat seine Farbausprägung von transparentweiß bis zu leichten Farbeinschläge in gelb, rosa, rot, blau, grün, braun oder schwarz.

Anhand der Einfärbung lassen sich „Verunreinigungen“ bzw. die Einbindung anderer Metall-Ionen abschätzen.

Je „sauberer“ das Material ist, je klarer (bis leicht weißlich) ist die Beschaffenheit.

Folgende Elemente können im Calcit vorhanden sein: Magnesium, Eisen, Zink, Cobalt, Mangan, Calcium, Blei, Barium, Strontium.

Eisen erzeugt einen gelblich bis bräunlichen Farbton. Zink gräulich bis weißlich. Cobalt rosa, purpur oder violett. Mangan lila, violett (teils rot fluoreszierend).

In sehr selten Fällen ist ein Malachitanteil als grünliche Färbung zu finden.  

Calcit ist bereits ab einen PH-Wert von 7 löslich, eine ausreichend effektiv nutzbare Lösung, wie sie in der Aquaristik notwendig sind, findet allerdings erst bei niedrigeren PH-Werten statt.

Calcit im Meer

Im Meer findet sich eine sogenannte calcite compensation depth (CCD, Calcit-Kompensationstiefe). Diese liegt bei ca. 3500-5000 Metern. Die genaue Tiefe variiert je nach Region, da hierfür Randbedingungen wie Wasserdruck, Co2-Gehalt (Kohlenstoffdioxidkonzentration) und Wassertemperatur eine Rolle spielen. Ebenfalls beeinflusst die Klimaveränderung (teils durch den Menschen ausgelöst, teils natürlichem Ursprungs) die CCD der Meere.

Ab dieser Kompensationstiefe löst sich Calcit vollständig im Wasser auf. Daher gibt es ab dieser Wassertiefe keine Schalentiere mehr (wie Muscheln, Korallen oder Krebstiere etc.)

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